Von den Amerikas kenne ich am besten die USA. Mit weitem Abstand folgt Kanada. Bahamas, Mexiko, die Dominikanische Republik habe ich beruflich oder im Urlaub besucht. Noch gibt es für mich viel zu entdecken auf diesem faszinierenden Kontinent! / When it comes to the Americas I know best the USA, followed by parts of Canada. Some short trips to the Bahamas or Mexico either for business purposes or for vacation do not make me an expert. There is so much left for me to discover!

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Montag, 20. Juni 2022

Von Tucson nach Las Vegas

Gestern war es soweit: Wir fuhren mit dem Mietwagen von Tucson, Arizona, nach Las Vegas, Nevada. Die Kosten für Mietwagen sind derzeit extrem hoch, so zahlten wir für einen Wagen der Kompaktklasse eine one way Miete von rund 360 Euro für vier Tage! 

Gott sei Dank brauchen wir in Santa Rosa kein Auto, denn unsere Freunde haben uns für die Dauer unseres Aufenthaltes ihren Zweitwagen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank nochmals auch an dieser Stelle!


Gegen 12 Uhr verließen wir Tucson. Die Fahrt dauerte rund 7,5 Stunden. Im Internet hatte ich gelesen, dass die Strecke langweilig sein solle. Dem kann ich nicht zustimmen. Ich fand die Landschaft sehr abwechslungsreich und beeindruckend!


Unterwegs legten wir einen Stopp ein, um zu tanken und etwas zu essen. 



Kurz vor 20 Uhr waren wir dann in unserem Zimmer im Treasure Island. Da wir nach der Pizza vom späten Nachmittag gar keinen Hunger mehr hatten, beschlossen wir, früh ins Bett zu gehen. Und heute beginnen wir mit der Erkundung von dem, was Las Vegas an Neuem zu bieten hat. 

Auf dem Programm steht die Immersive Van Gogh Ausstellung im Aria-Hotel. Ich bin gespannt!



Sonntag, 19. Juni 2022

Arizona - Sonora Desert Museum

Gestern besuchten wir das Wüstenmuseum außerhalb von Tucson. Eigentlich wollten wir uns die morgendliche Vorführung der Raubvögel anschauen, aber als wir ankamen, erfuhren wir, dass diese Shows nur in den Monaten Oktober bis April stattfinden. Während der übrigen Monate ist es einfach zu heiß für die Tiere.

Die Saguaro-Kakteen werden bis zu 200 Jahre alt.
Die ersten Zweige entwickeln sie im Alter von ca. 65 Jahren.


Einen "raptor" habe ich doch noch erwischt 😉


Das Museum ist größtenteils open air, denn der Schwerpunkt liegt auf der Vegetation und der Tierwelt der Sonora-Wüste, es hat aber auch ein Aquarium mit Fischen aus dem Colorado-Fluss, ein Terrarium mit einheimischen Schlangen und eine "Höhle", in der gezeigt wird, wie die Wüstentiere die Hitze überstehen. 

Der Eingang zur Höhle

Im Außenbereich gibt es auch einen Puma, einen Bären und einen Wolf, sowie Rehe und diverse Kleintiere. 

Während Pumas und Bären ja eher Einzelgänger sind, tat mir der Wolf so leid, er ist ganz allein in seinem Gehege und normalerweise sind Wölfe doch Rudeltiere!

 



Wir verbrachten ca. 2,5 Stunden in dem Museum, dann machten wir uns wieder auf den Heimweg, denn auch uns wurde es zu heiß.

Alles gut mit Hut 😉 - und reichlich Trinkwasser

Der Ticketpreis beträgt 24,95 USD für Erwachsene.


Freitag, 17. Juni 2022

Biosphäre 2

Gestern besuchten wir die Biosphere 2. Das Projekt hat mit seinerzeit wirklich fasziniert, deshalb freute ich mich auf den Besuch.

Der Gebäudekomplex liegt ca. 20 Meilen nördlich von Tucson nahe der Kleinstadt Oracle. Er wurde von 1987 bis 1991 erbaut, um zu testen, inwiefern es möglich ist, ein sich selbst erhaltendes Ökosystem zu schaffen. 

Unter anderem sollte das Experiment auch dazu dienen, Klimaveränderungen auf der Erde und deren Auswirkungen vorauszusagen sowie mögliche zukünftige Weltraummissionen vorzubereiten. Der Name Biosphere 2 wurde ausgewählt, weil die Erde selbst die Biosphere 1 ist.

Auf einer Fläche von 1,6 Hektar umschließen 6.500 Glasplatten
ein Volumen von 204.000 Kubikmeter.

Insgesamt gab es zwei Missionen, die aber beide als gescheitert betrachtet werden.

Beim ersten Versuch, an dem 8 Teilnehmer mitwirkten und der am 26. September 1991 startete und am 26. September 1993 nach 2 Jahren und 20 Minuten endete, verließ ein verletzter Teilnehmer zeitweise die Station und kehrte mit Material aus der Außenwelt zurück. Außerdem musste zwischenzeitlich Sauerstoff zugeführt werden, um das Leben der Bionauten nicht zu gefährden. Viele der Pflanzen starben, es gab Probleme mit Kakerlaken und Ameisen, Vögel fraßen die Bienen, die nun keine Pflanzen mehr bestäuben konnten, womit wiederum die Lebensmittelversorgung der Bewohner nicht mehr ausreichend gesichert war. 

Die zweite Mission startete am 6. März 1994 mit 7 Teilnehmern. Bereits am 1. April 1994 kam es zu ernsten Auseinandersetzungen innerhalb des Managements, die einen Polizeieinsatz erforderlich machten. Es gab finanzielle Schwierigkeiten, die dazu führten, dass ein Konkursverwalter eingesetzt wurde. Mitglieder der ersten Mission drangen auf das Gelände vor und öffneten die Außenluken, um die Bewohner zu "schützen". Teilnehmer am zweiten Versuch  wurden ausgetauscht - es herrschte Chaos, und keinerlei wissenschaftlichen Ergebnisse konnten vorgelegt werden. 

Die Universität von Columbia nutzte den Komplex von 1995 bis 2005. In dieser Zeit wurde die Forschung im geschlossenen System eingestellt, das Gebäude wurde zur Außenwelt geöffnet. Nachdem die Station 2 Jahre leer stand, übernahm sie 2007 die Universität von Arizona, um dort weitere wissenschaftliche Experimente durchzuführen. Wie ursprünglich gehört die Forschung zu den Auswirkungen des Klimawandels dazu.

Mehr Hintergrundinformationen findet ihr hier. Wie aber verlief unser Ausflug?

Wir fuhren früh los und erreichten das Gelände, auf dem der Gebäudekomplex sich befindet, gegen 9 Uhr. So wollten wir die ganz große Hitze vermeiden, aber selbst so früh am Morgen kratzte das Thermometer an der 34°-Marke.

Ausgestattet mit Hüten und Wasserflaschen starteten wir unsere Tour. Das Ticket für Erwachsene kostet 25 USD, es gibt eine App zum Herunterladen, die jede der 19 Stopps erklärt. 

Im Innern der Biosphäre 2 kann man neben den Apartments der Bewohner auch die für damalige Verhältnisse Hightech-Küche anschauen, die Labore, die medizinische Station und natürlich die Habitate: Wüste, Mangroven, Ozean (das Korallenriff, das dort ursprünglich angelegt worden war, aber zugrunde ging, soll wieder aufgebaut werden), Savanne, Regenwald. Es gab einen Bereich für Hühner, Schweine und Ziegen, und mehrere Areale, die für die Landwirtschaft genutzt wurden.


Eine Limette hat im ehemaligen "Candy Shop" überlebt.
Hier wuchsen Bananen, Kaffeebohnen, Mangos, Erdnüsse, etc.

Schnell die App checken ...

Schnell noch ein Schluck Wasser ...

Savanne

Im Mangrovenwald wachsen Papayas.

Im Ozean schwimmen Fische.

Im Regenwald

Insgesamt benötigten wir ca. 2 Stunden für die Tour. Es war ein wirklich besonderes Erlebnis!

Mittlerweile war es Zeit für einen Lunch. Den gab es im Oracle Patio Café


Ein Gast im Oracle Patio Café

Nach der Stärkung machten wir uns auf den Heimweg. Am Abend wollten wir uns ein Basketballspiel anschauen, davon haben wir schon mehrere seit unserer Ankunft gesehen, denn die Golden State Warriors (Go, warriors, go!) haben unerwarteter Weise das Finale erreicht. Sie haben einen starken Gegner: Die Boston Celtics. Mehr zum Spiel demnächst. 





Donnerstag, 28. Juli 2016

Hoover Dam

Ein Tag in Las Vegas, was tun? Wir entschieden uns für einen Abstecher zum Hoover Dam, der etwa 30 Meilen von Las Vegas entfernt liegt. Chang meinte, dass es nach all der Fahrerei auf die zusätzlichen 60 Meilen auch nicht mehr ankomme ...



Die Talsperre wurde von 1931 - 1935 gebaut und hat in vielen Filmen als Kulisse gedient (San Andreas, Transformers, Superman, Solaris, ...). Einer der Gründe, weshalb wir ihn uns anschauen wollten. :-)

Das Parken kostet am Hoover Dam im Parkhaus auf der Nevada-Seite 10 $, von da ist man gleich am Damm. Es gibt allerdings auf der Arizona-Seite auch Möglichkeiten, kostenlose Haltebuchten zu benutzen. Nur muss man dann ein gutes Stück laufen, um einen einigermaßen guten Blick auf die Talsperre werfen zu können oder um darüber zu laufen. In der Juli-Hitze sollte man sich aber jeden Schritt gut überlegen.

124°F - das sind über 51°C! Das ist heiß!!!
Der Besuch des Visitor-Centers kostet 10 $, eine geführte Tour kostet 15 $.


Der Ausflug hat sich auf alle Fälle gelohnt, auch wenn die Hitze uns dieses Mal wirklich zugesetzt hat.


Bevor wir die Rückfahrt in Angriff nahmen, hielten wir aber noch am Lake Mead Overlook. Die Aussicht von dort ist grandios, fast schon außerirdisch!




Mittwoch, 27. Juli 2016

Auf dem Weg nach Las Vegas: Der Zion Nationalpark und andere "Fundstücke"

Gestern stand die letzte Etappe unserer Rundreise von Las Vegas über Yosemite NP, San Francisco, Napa Valley, Lake Tahoe, Lovelock, Yellowstone NP, Cody, Mount Rushmore, Salt Lake City, Arches NP und Bryce Canyon (plus diverser Zwischenstationen) auf dem Programm.

Wir hatten genügend Zeit und der Zion Nationalpark lag auf dem Weg (die Route über die US-89, dann weiter über die UT-9 und dann zurück auf die I-15 ist die kürzeste Strecke - nicht die schnellste - von Panguitch nach Las Vegas).

Der Eintritt zum Park beträgt ohne Annual Pass 30 $. Hier der Link zur offiziellen Übersichtskarte des Zion NP. 


Mit dem Auto darf man im Park nur die hindurchführende UT-9 befahren, für den ca. 10 km langen Scenic Drive, dessen für mich reizvollster Spot "Angels Landing" gewesen wäre, muss man in einen der kostenlosen Shuttlebusse umsteigen.

Ich denke das Wörtchen "wäre" im vorherigen Absatz sagt schon einiges: Natürlich waren mal wieder alle Parkplätze (der spezielle Parkplatz für Shuttle-Benutzer und auch die Parkplätze am Museum und dem Visitor Center) überfüllt, sodass uns gründlich die Lust verging, das Shuttle zu nehmen. In Springdale hätte man kostenpflichtig (10 $) parken können, dann wäre aber ein Fußmarsch zurück in den Park nötig gewesen (ca. 1 km). Dazu hatten wir aber keine Lust. Deshalb beschränkten wir uns darauf, den Zion Nationalpark nur "am Rande" mitzunehmen. Und selbst das hat sich gelohnt!


Was für mich den Zion NP von den anderen Parks auf unserer Route unterschied, war das Gefühl, dass man mitten in den Gesteinsformationen unterwegs ist.

Eher harmlose Beispiele, wie nah die Felsen an der Straße sind (man
kann ja nicht überall halten, um zu fotografieren).


Die Felsen rücken ganz nah an die Straße heran, nichts für Leute mit Platzangst. Denn spätestens in dem unbeleuchteten zweiten Tunnel (vom Osteingang aus gesehen) wird es denen wohl mulmig.

Unbeleuchteter Tunnel? Nicht wirklich: Die schwarze Öffnung im Felsen
ist eines von 2 (oder 3)  "Fenstern" im Tunnel.
Ein kurzes Stück fuhren wir unterwegs noch durch Arizona.



Und direkt hinter der Staatsgrenze nach Nevada dann auch schon das erste Spielcasino.


Mittlerweile war die Temperatur auf 111°F angestiegen, also ca. 44°C. Die Klimaanlage im Auto lief auf Hochtouren.


Und dann endlich die Skyline von Las Vegas.


Dieses Mal wohnen wir übrigens im Luxor, mehr davon hier.