Wir hatten insgesamt 1,5 Tage im Park - viel zu wenig, wie sich herausstellte. Es reichte gerade mal, sich einen groben Überblick zu verschaffen. Der Park ist riesig: 8.987 km2 - fast so groß wie Korsika.
Es kommt auch immer wieder zu Verkehrsstockungen, manchmal wegen Straßenarbeiten, aber meistens wegen Tiersichtungen. Wann immer von der Straße aus ein Elch oder ein Bison zu sehen sind (und das passiert ziemlich häufig), halten alle Autofahrer an und versuchen, ein Foto zu machen (wir machten es ihnen nach).
Anders als im Yosemite Nationalpark (
siehe hierzu mein Posting) ist man hier auf die Besuchermassen (mehr als 3 Millionen in den Sommermonaten!) eingerichtet: Es gibt an den Points of Interest genügend Parkplätze.
Am Mittag des 15. Juli fuhren wir durch den Südeingang in den
Yellowstone Nationalpark. Hier ein Link zu einer
Übersichtskarte. Ich hinke mit der Berichterstattung etwas hinterher, denn
- erleben wir unterwegs einfach viel zu viel und
- gibt es im Yellowstone Park bis auf wenige Ausnahmen (um Old Faithful herum) keine Internet- und Handy-Verbindung.
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Das Bild entstand am East Entrance. Aber das Schild an der südlichen
Zufahrt wurde von einer Großfamilie belagert, weshalb ich enerviert
von dem Versuch absah, dort ein Foto zu machen. |
Nach wenigen Kilometern hatten wir bereits die erste wildlife-Begegnung: Eine Elchkuh mit Kalb lag in den Büschen. Leider sind die Fotos nichts geworden, aber wir waren ganz schön aufgeregt! Das nächste Mal stoppten wir an den Lewis Falls und bewunderten die Auenlandschaft am Lewis Lake.
Am Grant Village fuhren wir einfach vorbei und hielten erst wieder am West Thumb Geysir Becken. Besonders gut hat uns der Blue Bell Pond gefallen. Die Geysire liegen direkt am
Yellowstone Lake, dem größten Bergsee in den USA, und dadurch ist der Anblick wirklich atemberaubend.
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Im Vordergrund einige Ponds im West Thumb Geyser Basin,
im Hintergrund ist der Yellowstone Lake zu erkennen. |
Wir fuhren am Westufer des Yellowstone Lakes entlang und hatten dort auch prompt unsere nächste Begegnung mit der Tierwelt im Park, wieder eine Elchkuh.
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| Kein Elch, sondern ein Wapiti! |
Wir passierten Bridge Bay, Lake Village und Fishing Bridge und stoppten dann am Sulphur Caldron.
Ein kleines Stück weiter dann schon die dritte Begegnung: ein Bison!
Den nächsten Halt legten wir kurz vorm Canyon Village an den Upper und den Lower Falls ein, am "Grand Canyon" des Yellowstone Parks, die Aussicht ist wirklich spektakulär! Man kann ein gutes Stück auf befestigten Wegen und Stegen am Rim entlang laufen, es gibt sogar den "South Rim" und "North Rim Drive", aber dafür hatten wir einfach nicht die Zeit. Außerdem plagt Chang noch sein verstauchter Knöchel, deshalb beschränkten wir uns auf die Aussichtspunkte.
Mittlerweile war es schon spät, deshalb fuhren wir jetzt durch bis zur Roosevelt Lodge am Tower, denn dort hatten wir unsere Übernachtung gebucht.
Darüber berichte ich separat.
Der Park ist gigantisch groß und voller unglaublich schöner Landschaften. Was augenfällig ist, sind die vielen toten Bäume. Riesige Flächen sind bedeckt mit gräulich-weißen, nackten Stämmen. Wir haben einen Park Ranger gefragt, der uns erzählte, dass die Schäden teilweise durch Feuer, teilweise durch Ungeziefer verursacht wurden. Es gibt im Park übrigens pro Jahr mehr als 30 Brände, die durch Blitzeinschlag ausgelöst werden. Das letzte große Feuer war im Jahr 1988 und selbst von diesem sind noch jede Menge Spuren zu sehen.
Was wir am zweiten Tag im Yellowstone Nationalpark erlebt haben?
Das könnt ihr in der Fortsetzung lesen.
Und ich habe auch ein paar Empfehlungen für Yellowstone-Anfänger (wie mich) zusammengestellt.
Die könnt ihr hier nachlesen.