Von den Amerikas kenne ich am besten die USA. Mit weitem Abstand folgt Kanada. Bahamas, Mexiko, die Dominikanische Republik habe ich beruflich oder im Urlaub besucht. Noch gibt es für mich viel zu entdecken auf diesem faszinierenden Kontinent! / When it comes to the Americas I know best the USA, followed by parts of Canada. Some short trips to the Bahamas or Mexico either for business purposes or for vacation do not make me an expert. There is so much left for me to discover!

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Mittwoch, 26. Juni 2019

Kauai - Der nasseste Platz auf der Erde

"The wettest place on earth" - solche Schilder sieht man auf Kauai an jeder Ecke - und unserer Erfahrung nach stimmt diese Aussage: Wir hatten 4 Tage Regen (mit nur ganz kurzen Unterbrechungen zwischendurch). So hatten wir uns das nicht gedacht!

Der geplante Hubschrauberrundflug über die "Garteninsel" fiel für uns somit ins Wasser, wortwörtlich. Denn bei Regen und dickem Nebel kann man die Aussicht nicht wirklich genießen und die Preise für die Rundflüge sind heftig, da verzichteten wir lieber und beschlossen, den Flug auf Maui zu machen.

Allerdings hielt uns das Wetter nicht davon ab, die Insel zu erkunden. Gleich nach der Ankunft legten wir los!

Da der Check-In für unsere Airbnb-Unterkunft am Popui-Beach ("Strand der brechenden Wellen") erst nach 15 Uhr war, fuhren wir erst einmal zum nahegelegenen "Spouting Horn". Dort haben die starken Wellen entlang der Küste die Lava erodiert und dadurch enge Öffnungen in den Felsen geschaffen. Das Spouting Horn ist eine dieser Öffnungen. Jede Welle drückt sich durch diese Öffnung und es kann bis zu 15 m hohe Fontänen geben. (Auf Oahu hatten wir das Blow Hole besucht, dabei handelt es sich um das gleiche Phänomen.)


Auf dem Weg zum Popui-Beach fuhren wir übrigens durch den sog. Tree Tunnel, eine Allee aus Eukalyptus-Bäumen, die im Jahr 1911 aus Australien eingeführt und u.a. entlang der Maluhia Road gepflanzt wurden, wo sie auf ca. einer Meile ein grünes Blätterdach bilden und eine fast verwunschene Atmosphäre erzeugen.

Diese Strecke fuhren wir während unseres Aufenthaltes auf Kauai mehrmals und immer sagte ich mir, dass ich bei besserem Wetter ein Foto machen wolle - nur kam es nie zu "besserem" Wetter, deshalb entstand das folgende Foto an unserem letzten Tag und ist nicht ganz so toll, aber ich wollte es euch nicht vorenthalten.


Spouting Horn und Tree Tunnel - das war genug Programm für diesen ersten Tag. Nach dem Check-In kauften wir Vorräte ein und machten es uns mit einem Buch in unserer Unterkunft bequem (und ich nutzte die Zeit zusätzlich, um an meinem Blog zu arbeiten 😀).

Was wir sonst noch auf Kauai unternommen haben, könnt ihr hier nachlesen.



Montag, 24. Juni 2019

Von Honolulu (Oahu) nach Lihue (Kauai)

Wir flogen mit Hawaiian Airlines und hatten bei der Buchung des Tickets auch gleich eine kostenlose Mitgliedschaft erworben. Dadurch spart man bei aufzugebendem Gepäck 10 USD pro Gepäckstück (15 USD statt 25 USD, wir sind ja mehr als 3 Monate unterwegs und haben deshalb mit 17 kg pro Rucksack mehr dabei als sonst).


Was mir noch nie passiert ist: Es gab tatsächlich eine Sitzreihe mit der Nummer 13 - und wir bekamen dort unsere Plätze zugewiesen. Normalerweise wird die "13" ausgelassen, weil abergläubische Passagiere ihre Probleme damit haben könnten 😉



Tipp:
Zieht euch warm an, denn die Klimaanlagen am Gate und im Flieger laufen auf Hochtouren. Ich habe mir eine dicke Erkältung auf diesem Flug geholt.

Ansonsten war der Flug angenehm, halt nur ein kleiner Hüpfer von 40 Minuten. Aber Zeit genug, dass den Passagieren ein Getränk angeboten wurde: Saft, Wasser oder Kaffee standen zur Auswahl.

Noch ein Tipp:
Da Kauai eine kleine Insel ist und es in unmittelbarer Umgebung vom Flughafen genügend Tankstellen gibt, lohnt es sich nicht, beim Mietwagen die Option "leerer Tank bei Rückgabe" zu buchen - ihr werdet es kaum schaffen, den Tank zu leeren, und es wird immer eine volle Tankfüllung berechnet. Also vor der Rückgabe des Mietwagens an einer dieser Tankstellen volltanken und Geld sparen!


Tag 5 und 6 auf Oahu: Pool und Haleiwa

Nachdem wir vier Tage auf Oahu volles Programm hatten, gönnten wir uns am fünften Tag eine Auszeit. Wir lagen am Pool, schwammen ein paar Runden, genossen die Aussicht und lasen.

Der sechste Tag war der letzte Tag, den wir gemeinsam mit unseren Freunden verbrachten. Sie mussten sonntags, nach genau einer Woche, wieder zurück nach San Francisco bzw. Santa Rosa. Die Arbeit rief!

Da wir am zweiten Tag, an dem wir den Abstecher zur North Shore gemacht hatten, das Städtchen Haleiwa nur durchfahren hatten, beschlossen wir, es uns an unserem letzten Tag genauer anzusehen.

Die Parkplatzsuche gestaltete sich etwas schwierig, es war schließlich Samstag. Aber dann machten wir uns über die Anahulu Stream Bridge auf den Weg zum Strand. Besonders viel Spaß hatte ich beim Beobachten der jungen Leute, die sich von der Brücke ins Wasser stürzten. Früher galt der Sprung vom Wasserfall in den zugehörigen Teich als Mutprobe. Heute müssen schon mal Brücken für diese Sprünge herhalten, wenn gerade kein Wasserfall in der Nähe ist.



 
Den Strand schauten wir uns nur kurz an, dann zog es uns zu Teddy's, weil unsere Mägen knurrten.

 

Ein Blue Hawaiian musste es sein. Was sonst?

Nachdem wir unsere Burger verspeist und unsere Cocktails (!) getrunken hatten, fuhren wir Richtung Norden und dann immer weiter, bis dass wir Oahu umrundet hatten.


Nach einer Runde im Pool beschlossen wir, dass wir zum Ausgehen zu müde seien, also bestellten wir uns unser Abendessen über DoorDash, ein (kostenpflichtiger) Bringservice, beim Italiener um die Ecke.


Am nächsten Morgen hieß es: Packen. Unsere Freunde mussten zurück zum Mainland, wir flogen mit Hawaiian Airlines nach Kauai.

Mehr darüber hier.


Freitag, 21. Juni 2019

Vierter Tag auf Oahu (2): Blow Hole und Hanauma Bay

Nach dem Besuch im Byodo-In-Tempel fuhren wir zur Ostküste und unser erster Halt war am Blow Hole direkt neben Sandy Beach. Danach ging es weiter zur Hanauma Bay. Das erste Foto in diesem Posting entstand dort beim Schnorcheln und ich bin sehr stolz, dass ich den Humuhumu (die gängige Abkürzung für Humuhumunukunukuapua'a) nicht nur gesehen habe, sondern auch fotografieren konnte!

Der Humuhumunukunukuapua'a ist Hawai'is offizieller "state fish".
(Diamand-Picasso-Drückerfisch)
Aber der Reihe nach:

So richtig spektakulär war das Blow Hole nicht, aber dafür war der Blick auf den Sandy Beach, der direkt nördlich davon liegt, und auf die im Süden angrenzende kleine Bucht einfach nur grandios!




Weiter ging es in Richtung Süden zur Hanauma Bay (die "Gekrümmte Bucht"). Da es sich bei dieser Bucht um einen State Park handelt, zahlt man pro Person 7,50 USD Eintritt. Hinzu kommen noch Gebühren fürs Parken (1 USD) und - wenn man nicht zu Fuß zum Strand laufen möchte - fürs Shuttle (1 USD abwärts, 1,25 USD aufwärts).

Blick von oben auf die Hanauma Bay
Mungos trifft man auf Oahu ständig. Den hier habe ich doch ganz gut erwischt?
Bevor man an den Strand darf, muss man sich ein 10minütiges Video anschauen, in dem die Geschichte der Bucht, die sich aus einem Vulkankrater bildete, erzählt wird. Außerdem bekommt man Sicherheits- und Verhaltensinformationen.


Fein gemacht für den Strandspaziergang
Leider war die Sicht nicht so toll, aber das Schnorcheln vom Ufer aus ist ein Erlebnis!




Auf dem Nachhauseweg begegneten wir dann auf dem Parkplatz von Safeway, wo wir ein paar Besorgungen machten, noch diesen Herrschaften 😀


Auch der heutige Tag war reich an Erlebnissen. Was wir am nächsten Tag unternommen haben, erfahrt ihr, wenn ihr diesem Link folgt.



Vierter Tag auf Oahu (1): Byodo-In-Tempel

Der Byodo-In-Tempel ist ein buddhistischer Tempel auf Hawai'i, der 1968 zum 100. Jahrestag der ersten Einwanderung durch Japaner nach Hawai'i errichtet wurde. Er ist der Nachbau des 900 Jahre alten Uji-Tempels in Japan. Bekannt wurde er durch Fernsehsendungen wie "Lost", "Hawaii Five-O" oder "Magnum", in denen er als Kulisse diente.

Im Tempelkomplex gibt es keine Klosteranlage, keine praktizierenden Mönche. Insofern ist er keine religiöse Anlage.

Bereits vor unserer Abreise hatte ich einen Besuch dieses Tempels, der windwärts im Valley of the Temples am Fuß des Ko'olau Range auf ca. 620 m Höhe liegt, auf meiner Agenda. Gut, dass auch unsere kalifornischen Freunde der Meinung waren, dass ein Besuch sich lohnt.



Der Eintritt kostet 5 USD pP.

Der gesamte Tempelkomplex inmitten einer japanischen Gartenanlagen, die auch Platz für mehrere Koi-Teiche bietet, verströmt meditative Ruhe und selbst das regelmäßige Läuten der heiligen Riesenglocke Bon-Sho (1,52 m hoch, 3 Tonnen schwer) am Eingang der Anlage durch die Besucher stört dieses Gefühl nicht. Natürlich haben auch wir diese Glocke geläutet, schließlich bringt das Glück und ein langes Leben.

Nur keine Panik: Der Tempel ist keine religiöse Stätte, also
bin ich nicht unpassend gekleidet.
Pam und ich im Meditationspavillon

Die mit Blattgold bedeckte Buddha-Statue im Innern des Tempels ist 5,5 m hoch. Auch ich habe es mir nicht nehmen lassen, gegen einen kleinen Obolus dort 3 Räucherstäbchen zu entzünden.


In den Koi-Teichen schwimmen auch ein paar Schildkröten und schwarze Schwäne ziehen ihre Kreise.


Fazit: Ein Ausflug, der sich gelohnt hat!

Vom Tempel aus fuhren wir an der Ostküste Oahus entlang weiter in Richtung Süden und besichtigten unterwegs noch das sog. "Blow Hole". Danach verbrachten wir den Rest des Tages am Strand in der Hanauma Bay. Mehr darüber hier.





Donnerstag, 20. Juni 2019

Dritter Tag auf Oahu: Pearl Harbor (fast), Flohmarkt, Dole Plantage und mehr

Gleich vorweg: Für Pearl Harbor gab es für die gesamte Dauer unseres Aufenthaltes keine Tickets mehr. Wir fuhren trotzdem zum Visitor Center, denn wir hofften, dass wir Walk-In-Tickets bekommen könnten. Fehlanzeige! Wir hätten eine Chance gehabt, wenn wir morgens um 06:30 Uhr vor Ort hätten sein wollen, aber das kam nicht in Frage. Schließlich machen wir Urlaub! (Tickets für Dritte zu besorgen geht nicht, wir hätten also alle zusammen um diese unchristliche Stunde "antreten" müssen, um - möglicherweise - ein Walk-In-Ticket zu bekommen.)

Also, ihr Lieben: Wenn ihr, wie wir, in der Hochsaison unterwegs seid und Pearl Harbor besuchen wollt, bucht die Tickets rechtzeitig (60 Tage im Voraus sind möglich)!

Achtung: Die USS Arizona ist noch bis in den Herbst 2019 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.

Was ich überhaupt nicht verstanden habe, ist die Preisfindung bei den Eintrittskarten. Laut der offiziellen Website ist der Eintritt frei, aber es tummeln sich jede Menge Anbieter im Netz, die Tickets zwischen 72 und 129 Dollar verkaufen. Um ein Haar hätten wir solche Tickets gekauft, aber dann wurde uns klar, dass wir dann ein 1,5stündiges Verkaufsgespräch für Time Share Immobilien mitgekauft hätten. Also Vorsicht, wo ihr bucht!

Wie auch immer: Mehr oder weniger gegenüber vom Visitor Center findet mittwochs und samstags ein Flohmarkt vor dem Aloha Stadium statt. Es war Mittwoch, also schauten wir uns dort mal um.



Und wir wurden fündig: Hawai'i-Hemden für Chang, Hawai'i-T-Shirts für Freunde daheim, Hula-Mädchen-Kühlschrankmagnete, Wasabi-Kracker, und und und ...

Am Vortag hatte die Zeit für einen Besuch auf der Dole Plantage nicht gereicht. Heute holten wir das nach. Meine Meinung zu dieser "Attraktion": 👎 Vielleicht okay, wenn man mit kleinen Kindern unterwegs ist, aber ansonsten: Nepp.

Wir machten die Zugfahrt durch die "Plantage" und waren ziemlich enttäuscht. Nix als Kulisse, und was man während der Zugfahrt zu hören bekommt, kann man ausführlicher im Internet nachlesen. 12,50 USD pP (incl. Steuern), die wir uns hätten sparen können.





Versöhnt hat uns dann unser Shave(d) Ice (beide Varianten sind korrekt), das wir in der Green World Coffee Farm gleich um die Ecke aßen. Achtung: Die kleine Portion ist riesig und hätte locker für uns alle gereicht! Und natürlich war auch der Kaffee, den wir uns bestellten, ausgesprochen gut.




3 Portionen: Erdbeer, Kirsch, Ananas. Definitiv zu viel für uns 4!
Danach ging es zurück nach Hause.

Abends bestellten wir uns ein Uber und fuhren nach Honolulu, China Town. Dort gab es dann Abendessen im "Opal", einem wirklich empfehlenswerten Thai-Restaurant. Für 178 USD incl. Trinkgeld aßen wir uns einmal quer durch die Speisekarte, bzw. servierte uns der Besitzer, Khun Opal, die Highlights der Küche, die nicht auf der Speisekarte stehen - schließlich bestellten wir auf Thai und das passiert Khun Opal wohl nicht jeden Tag.


Wir hatten eine Flasche Hong Thong dabei, die wir aus Thailand mitgebracht hatten, und Khun Opal half uns, diese zu leeren 😋 (Offiziell kann man keine eigene Flasche mitbringen, bzw. muss cork fee zahlen, wenn man es tut, aber bei uns machte Khun Opal eine Ausnahme.) Nachdem Khun Opal uns noch seine Frau, die Herrin der Küche, vorgestellt hatte, machten wir uns auf den Heimweg.

An diesem Abend - wie an den vorherigen - fielen wir rundum zufrieden ins Bett. Was der nächste Tag uns brachte, könnt ihr hier nachlesen.



Mittwoch, 19. Juni 2019

Zweiter Tag auf Oahu: North Shore

Gestern standen die Schildkröten am Laniakea Beach (Turtle Beach) und das Waimea Valley auf dem Programm. Eigentlich wollten wir auch auf die Dole Plantage, aber dafür reichte die Zeit dann nicht mehr, denn wir standen stundenlang in einem Stau, als wir vom Waimea Valley aus aufbrachen, also haben wir diesen Ausflug auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Der Laniakea Beach ist klein und überschaubar, und es gibt kaum Parkplätze. Auch wir standen im Halteverbot und waren etwas beunruhigt deswegen, aber überall im Internet hatte ich gelesen, dass man es riskieren könne. ACHTUNG: Ich bin absolut unschuldig, solltet ihr abgeschleppt werden, wenn ihr dort falsch parkt 😇


Bereits von der Straße aus sahen wir die erste Schildkröte (grüne Meeresschildkröte), die sich am Strand sonnte, und im Wasser tummelten sich auch ein paar Exemplare. Zu dumm, dass ich meine Unterwasserkamera in unserem Airbnb gelassen hatte!


Nur fast ein Suchbild ...
Weiter ging es zum Waimea Valley. Der Eintritt kostet 18 USD pro Person. Dort findet man neben unterschiedlichen Vogelarten und diversen exotischen Pflanzen auch die Überreste eines Kauhale, also eines typischen Hawai'ianischen Dorfes, mit allen Gebäuden, die nötig sind, um eine intakte Gemeinschaft zu unterhalten: einen Tempel (= Heiau für Lono, den Gott der Fruchtbarkeit, der Landwirtschaft, des Regens, des Friedens und der Musik), ein Medizinhaus, einen Schrein für Ku'ula, den Gott der Fische und der Fischer, Spielfelder und Anbauflächen.




Aber als erstes wollten wir etwas essen. Und siehe da: Auf der Speisekarte stand Loco Moco, eine Art Hamburger auf Reis und eines von den typischen Hawai'ianschen Gerichten, das ich unbedingt probieren wollte. Viel zu üppig, aber trotzdem ... 😋


Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg zu dem Wasserfall, der ebenfalls zu den Attraktionen des Tales zählt. Nach dem Fußmarsch (ca. 1,5 km, der Weg ist gut ausgebaut und leicht zu bewältigen) tat das Bad in dem Teich, der durch den Wasserfall gespeist wird, richtig gut!



Wir waren müde nach diesem langen, abwechslungsreichen Tag und machten uns auf den Rückweg. Am nächten Tag standen Pearl Harbor, der Flohmarkt am Aloha Stadium und die Dole Plantage auf dem Programm. Mehr darüber hier.