Von den Amerikas kenne ich am besten die USA. Mit weitem Abstand folgt Kanada. Bahamas, Mexiko, die Dominikanische Republik habe ich beruflich oder im Urlaub besucht. Noch gibt es für mich viel zu entdecken auf diesem faszinierenden Kontinent! / When it comes to the Americas I know best the USA, followed by parts of Canada. Some short trips to the Bahamas or Mexico either for business purposes or for vacation do not make me an expert. There is so much left for me to discover!

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Samstag, 23. Juli 2016

Salt Lake City

Salt Lake City - allein der Name hat mich schon immer fasziniert. In meinem Kopf hatte ich Bilder von riesigen Salzflächen bei flirrender Hitze, auf denen Autorennen stattfinden.

Nun, heiß war es, wir knackten am Ufer des Sees mal wieder die 40°C-Marke und die Rennen gibt es auch, allerdings bei  Bonneville Salt Flats, ca. 180 km von Salt Lake City entfernt.

Salt Lake City ist grün, sauber und liegt umgeben von Bergen zwar auch am Great Salt Lake, aber der dient der Stadtbevölkerung nicht als Rennbahn sondern zur Freizeitgestaltung und dem Naturerlebnis (z.B. bei einem Besuch im Great Salt Lake State Park oder dem Antelope Island State Park. Der Annual Pass gilt übrigens nicht in den State Parks, sondern nur in den National Parks.)

Blick auf den See vom Saltair Pavillon aus
Wir hatten einen Tag, den 21. Juli, um uns die Stadt und die Umgebung anzuschauen, deshalb mussten wir uns entscheiden, was wir sehen wollten. Natürlich stand der Great Salt Lake auf der Liste und außerdem der Temple Square.

Der Tag begann mit einem Besuch im Visitor Center direkt beim Capitol.

Stand der immer schon vor dem Visitor Center?


Dort ließen wir das Auto stehen und liefen runter zum Temple Square. Allgemein bekannt ist ja, dass Salt Lake City von den Mormonen gegründet wurde, oder vielmehr den Anhängern der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Das geschah im Jahr 1847. Damals waren es 143 Männer, 3 Frauen und 2 Kinder, die der Verfolgung in den östlichen Bundesstaaten entgehen wollten und sich deshalb auf den Weg in den Westen machten. Der Prophet Brigham Young hatte eine Vision, die ihm zeigte, wo der Tempel zu bauen bzw. die Stadt zu gründen sei. 

Mittlerweile hat die Hauptstadt von Utah über 180.000 Einwohner und ist nach wie vor das Zentrum der Kirche, wobei "nur" etwa 50% der Bewohner von Salt Lake City Mormonen sind. In den ländlichen Gebieten von Utah beläuft sich der Anteil auf bis zu 90%!

Unser erster Weg führte uns in eines der Besucherzentren des Temple Squares. Ich hatte gelesen, dass man dort nach einer kostenlosen Führung fragen könne. Diese werden in 30 Sprachen angeboten. Da wir mit einer englischsprachigen Führung einverstanden waren, mussten wir nur ca. 5 Minuten warten, schon nahmen uns zwei Schwestern unter ihre Fittiche.


Schwester Kimi aus Japan und Schwester Tabora aus Honduras erklärten uns die Exponate, führten uns zur Assembly Hall und zum Tabernakel und sprachen über die Grundlagen ihres Glaubens, ohne jedoch auch nur den geringsten Versuch zu machen, uns zu missionieren. Beide waren sehr jung und gerade dabei, einen 18monatigen Freiwilligen-Dienst zu leisten. In den Tempel selber dürfen nur auserwählte Personen. Die beiden gehörten nicht zu diesem Kreis, von uns ganz zu schweigen.

Zu schön, um nicht zu fotografieren: Die Assembly Hall spiegelt sich in der
Fassade des gegenüberliegenden Gebäudes.
Nach der 40minütigen Tour liefen wir die paar Schritte zur City Creek Mall, ein Einkaufszentrum, das (selbstredend) der Kirche gehört.


Dort aßen wir ein Kleinigkeit und machten uns anschließend auf den Weg zum See. Der Sand war so heiß, dass ich beim Betreten des Ufers das Gefühl hatte, meine Schuhsohlen schmelzen.


Also zurück ins Auto, Klimaanlage eine Stufe höher gestellt und den See durch das Fenster angucken.

Leider reichte die Zeit dann nicht mehr, nach Antelope Island zu fahren. Aber wir müssen uns ja auch für den nächsten Besuch noch ein paar Dinge aufheben :-)



2 Kommentare:

  1. Der lila Bison vor dem Visitor Center ist vermutlich der (halbherzige) Versuch mit der Marke "Milka" in den USA Fuß zu fassen.

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