Von den Amerikas kenne ich am besten die USA. Mit weitem Abstand folgt Kanada. Bahamas, Mexiko, die Dominikanische Republik habe ich beruflich oder im Urlaub besucht. Noch gibt es für mich viel zu entdecken auf diesem faszinierenden Kontinent! / When it comes to the Americas I know best the USA, followed by parts of Canada. Some short trips to the Bahamas or Mexico either for business purposes or for vacation do not make me an expert. There is so much left for me to discover!

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Montag, 16. Juli 2018

Von Portland nach Bar Harbor

Der Mensch lernt aus seinen Erfahrungen - bestenfalls. Nun, wir hatten uns für die heutige Tagesetappe nicht allzu viele Programmpunkte vorgenommen, denn gestern mussten wir ja schon einiges ausfallen lassen. Heute waren insgesamt 300 km zu fahren.

Wir verließen Portland so gegen 10 Uhr und unser erster Halt war in Freeport. Das dortige Outlet (L.L. Bean, Mangy Moose) wurde in einschlägigen Foren empfohlen, und sowohl Chang als auch ich wollten uns ein neues Paar Shorts kaufen. (Da wir 3,5 Monate insgesamt unterwegs sind und wir bei einigen Inlandsflügen nur 20 kg Gepäck einchecken dürfen, sind wir sehr vorsichtig mit Einkäufen.)

Lange Rede, kurzer Sinn: Wir schauten uns nur kurz um und entschieden, dass wir doch lieber weiterfahren wollten. In Camden hatten wir eine Bootstour geplant und die wollten wir nicht wieder verpassen (so geschehen in Gloucester). Spätestens in Santa Rosa, wo wir nächsten Monat unsere Freunde besuchen werden, haben wir noch genug Zeit zum Einkaufen 😉

Camden, Maine, ist ein typischer Touristenort, wobei sich die Parkplatzsuche dieses Mal etwas weniger nervtötend gestaltete als in den vorherigen typischen Touristenorten, z.B. auf unserer Fahrt von Porthsmouth nach Portland am Vortag.


Da wir noch ein wenig Zeit hatten, bevor das Boot ablegte, schauten wir uns im Ort um. Und beteten und hofften, dass das Wetter halten würde.



In Camden fand an diesem Wochenende ein Kunsthandwerksmarkt statt. Auch dort verbrachten wir ein bisschen Zeit.


Schließlich war es soweit: Die Lively Lady war zum Abfahren bereit. (Das Ticket für die 1stündige Bootstour kostet 29 USD pro Person.) Und das Wetter spielte mit, es klarte etwas auf!


Auf der Bootsfahrt kamen wir an zwei Leuchttürmen vorbei: Curtis Island und Indian Island, der übrigens genau wie das Eastern Point Lighthouse in Gloucester in Privatbesitz ist.



Curtis Island Lighthouse
Unterwegs erfuhren wir auch ein paar interessante Einzelheiten übers "Lobstering". Z.B. darf jeder Einwohner von Camden zur privaten Nutzung 5 Fallen aufstellen, bei kommerzieller Nutzung sind es 400! Allerdings muss man dafür eine Lizenz haben und im Moment wird für 2 Lizenzen, die zurückgegeben werden, nur eine neue Lizenz vergeben.


Männliche Hummer erkennt man am "Washington Monument" auf der Rückseite.
Trächtige Hummer müssen wieder ins Meer geworfen werden, zu kleine Hummer ebenfalls. Hummer werfen während der Wachstumsphase regelmäßig ihre Panzer ab und bilden neue. Wenn ein solcher "soft shell" Hummer auf dem Speiseplan steht, ist die Enttäuschung vorprogrammiert: Die Scheren sind riesig, aber enthalten kaum Fleisch, denn die neue, noch weiche Schere ist mit viel Spielraum für den bevorstehenden Wachstumsschub gebildet worden.

Weiter ging es in Richtung Bar Harbor. Unterwegs kamen wir an Fort Knox vorbei. Nein, wir hatten uns nicht verfahren 😊 Dieses Fort Knox liegt in den Penobscot Narrows in der Nähe von Prospect, Maine, und wurde 1844 errichtet, um eine mögliche britische Invasion abzuwehren.


Ein Besuch im Penobscot Narrows Observatory auf der obersten Spitze des im Bild links zu sehenden Brückenpfeilers reizte uns sehr, aber wir beschlossen, doch lieber weiterzufahren.

Am frühen Abend kamen wir dann in Bar Habor an. Von hier aus wollen wir in den nächsten beiden Tagen den Acadia Nationalpark erkunden. Mehr dazu hier.



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